Show-Gigant Stefan Raab präsentiert erste Polit-Show

TV-Produzent und Showmoderator Stefan Raab (46) wird nach erfolgreichen Produktionen wie „Schlag den Raab“ oder der „Wok-WM“ Mitte November wieder ein neues Format für seinen Heimatsender ProSieben herausgeben. Schwerpunkt der Show „Absolute Mehrheit“ soll politischer Talk mit Publikumsabstimmung werden.

Foto: © Prosieben

Meinungsmache für Preisgeld
In seiner ersten politisch orientierten Show treten unter der Moderation von Raab (46) fünf Gäste quasi gegeneinander an. Sie werden drei politische Themen besprechen und müssen dabei versuchen, die Gunst des Publikums – die „Absolute Mehrheit“ – zu gewinnen. Ermittelt wird diese Mehrheit durch ein Abstimmungsverfahren über SMS und Telefon. Die drei Publikumsfavoriten dürfen anschließend in einer Endrunde noch einmal diskutieren. Hier entscheidet dann derjenige Teilnehmer das Rennen für sich, der mehr als die Hälfte der Stimmen für sich gewinnen kann. Der Preis ist mit 100.000 € dotiert.
Politische Bildung mit Showcharakter
Vormals von Raab (46) produzierte TV-Formate zielten vor allem auf die Unterhaltung von mehrheitlich jungem Publikum ab. Seine wohl älteste und bekannteste Show, die Latenight „TV Total“ hatte bislang mit seriöser Diskussion wenig zu tun – Verulkungen und Parodien von Politikern und Prominenten gehörten hier zur Tagesordnung. Seine neue Talkshow soll aber vor allem genau diese Zielgruppe für politische Diskussionen interessieren. Dass dabei ein gewisser Showcharakter in Form des Preisgeldes und der Publikumsbeteiligung nicht fehlen darf, erübrigt sich im Hinblick auf zahlreiche zuvor produzierte Shows wie auch der kürzlich wieder angelaufene „Bundesvision Songcontest“, die allesamt ebenso derartige Züge aufweisen. Bereits in den vorangegangenen Jahren präsentierte Raab jeweils zur Bundestagswahl Sondersendungen von „TV Total“, die das junge Publikum zur Wahlbereitschaft motivieren sollten. Offenbar soll „Absolute Mehrheit“ das sicher ernstzunehmende bildungspolitische Engagement des sonst eher unernsten Moderators fortsetzen.

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