Jil Sander: Ich will Leggins verbieten

Im Hamburger Stadtteil Pöseldorf lebt völlig unscheinbar eine Frau, deren Namen jedes Kind kennt: Die Top-Modedesignerin Jil Sander. Obwohl sie sich bereits im Jahr 2004 aus ihrer Firma zurückgezogen und das Zepter an Raf Simons übergeben hat, ist ihr Einfluss auf den Stil der internationalen Modewelt ungebrochen. Fast ein halbes Jahrhundert nach ihrem Karrierestart in der glitzernden Welt der Mode. Was viele nicht wissen: Hunderttausende Japaner tragen von Jil Sander entworfene Outfits, die aber gar nicht ihren Namen tragen. Jil Sander hat bis vor kurzem als Designerin für die japanische Marke Uniqlo gearbeitet. Die neue Kollektion hat sich zum großen Erfolg im Land der aufgehenden Sonne entwickelt.

Anders als Karl Lagerfeld und andere ihrer Kollegen äußert sich Jil Sander nur sehr selten öffentlich zu aktuellen Modetrends. Journalisten lädt sie fast nie in ihr Pöseldorfer Anwesen. Jetzt hat sie eine Ausnahme gemacht und geplaudert. Jil Sander macht keinen Hehl daraus, was ihr am Stil der Deutschen nicht gefällt. Leggins würde ich verbieten, wenn ich könnte, sagt die Top-Designerin. Für in Stilfragen Unsichere hat Jil Sander einen einfachen Tipp: Wenn es darum geht, ein Outfit zusammenzustellen sollte man zu Teilen einer einzigen Kollektion greifen. Die Teile wirken harmonisch. Schlimme modische Ausrutscher können nur passieren, wenn man Teile aus unterschiedlichen Kollektionen mischt.

Eines ist klar: Jil Sanders Auge ist, was aktuelle Trends betrifft immer noch unschlagbar. Offen gibt sie aber zu, dass sie meist selbst nicht weiß, warum gewisse Kleidungsstücke in Mode kommen und andere plötzlich als völlig ‚out‘ gelten. Die Trend zu erkennen und auf diese zu reagieren und in ihre neuen Kreationen einfließen zu lassen, liegt ihr aber im Blut und das will die Pöseldorferin noch viele Jahre tun.

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