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Heißer Zungenkuss bei der Echo-Verleihung

Es war der Hingucker des Abends bei der diesjährigen Echo-Verleihung in Berlin: Sekundenlang tauschten die Moderatorinnen Barbara Schöneberger und Ina Müller einen wilden Zungenkuss aus. Die beiden wollten den Abend nicht ohne einen Skandal beenden. Und so sorgten sie schon gleich zum Auftakt der Veranstaltung dafür, dass sie in aller Munde sein werden. Ganz im Stil von Britney Spears und Madonna, die 2003 bei den MTV Video Music Awards eine heiße Knutschpartie einlegten.

Bei den Gewinnern und Gewinnerinnen des Echos gab es kaum Überraschungen. Den ersten Echo des Abends bekam die Band Jupiter Jones für ihren Song „Still“ als besten Radiohit des Jahres. Die vier Jungs aus der Eifel und dem hessischen Hinterland machen schon seit zehn Jahren Musik. Direkt zwei Echos räumte Udo Lindenberg ab. Er wurde als bester Künstler Rock/Pop National  ausgezeichnet und setzte sich dabei unter anderem gegen Musikgrößen wie Herbert Grönemeyer und Peter Maffay durch. Den zweiten Echo erhielt er für die beste DVD-Produktion National „MTV Unplugged lives aus dem Hotel Atlantic“. Nach seiner Live-Performance des Titels „Reeperbahn“ zusammen mit Jan Delay, musste Udo Lindenberg die Echo-Verleihung aber leider schon verlassen, da er am Abend noch ein Konzert vor 15.000 Fans in der O2 World in Berlin gab. Auch die Band Rammstein freute sich über zwei Preise. Den Echo als erfolgreichster nationaler Act im Ausland bekamen die Jungs von Björn und Gustav von Mando Diao und den Echo für die Kategorie Rock Alternative National von Marilyn Manson überreicht. Die Schlagersängerin Helene Fischer gewann ihren insgesamt vierten Echo, dieses Jahr in der Kategorie Deutschsprachiger Schlager. Die Niederländerin Caro Emerald war die beste Newcomerin International und Tim Bendzko der beste Newcomer National des vergangenen Jahres. Auch Moderatorin Ina Müller durfte einen Echo als beste Künstlerin Rock/Pop National von Stefanie Heinzmann entgegennehmen und widmete den Echo all ihren Ex-Freunden und momentanen Männern. Ohne diese Männer hätte es die CD und damit diesen Echo für sie nicht gegeben, erklärte Ina Müller.

Wolfgang Niedecken, Frontmann der Kölner Rockgruppe BAP, erhielt den Echo für sein Lebenswerk, Foto: © HagenU / Wikimedia Commons
Wolfgang Niedecken, Frontmann der Kölner Rockgruppe BAP, erhielt den Echo für sein Lebenswerk, Foto: © HagenU / Wikimedia Commons

Emotional wurde es dann noch einmal bei der Vergabe des Echos für das Lebenswerk an den Frontmann der Rockband BAP, Wolfgang Niedecken. Für den Kölner Lokalpatrioten war es der erste öffentliche Auftritt, nachdem er erst Anfang November 2011 einen Schlaganfall überstanden hatte. 17 Studio-Alben gehen auf das Konto von BAP, zehn davon schossen an die Spitze der Charts. In seiner Laudatio lobte Tote Hosen-Sänger Campino Wolfgang Niedeckens Engagement gegen Fremdenhass in seinen Songs sowie seinen Einsatz für Afrika. In seinem sogenannten Rebound-Projekt unterstützt er die Wiedereingliederung von ehemaligen Kindersoldaten zurück in die Gesellschaft. Ab Mai ist das große Bühnen-Comeback von Wolfgang Niedecken geplant. Die Überraschungspreisfee war der Regisseur Wim Wenders.

Auch die Live-Acts ließen nicht zu wünschen übrig. Neben internationalen Stars wie Lana del Rey, Katy Perry, sowie Christina Perry und Jason Mraz traten auch deutsche Sänger und Bands wie Silbermond, Die Toten Hosen und Tim Bendzko auf. Auch unser Star für Baku, Roman Lob, gab seinen Song für den Eurovision Song Contest „Standing Still“ zum Besten. Zu Ehren der verstorbenen Amy Winehouse performten ihr Patenkind Dionna Bromfield, Aura Dione, Ina Müller, Caro Emerald und „The Voice of Germany“-Gewinnerin Ivy Quaino den Song „Valerie“ von Amy Winehouse.

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