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Kein Erfolg für GAP in Europa

GAP gilt in den USA als eine etablierten Modeketten. Auch international ist die Marke vertreten, doch in Europa kann GAP keinen Fuss fassen.
Die Erfolgsgeschichte begann im San Francisco der 60er Jahre. GAP-Gründer Don Fisher konnte einfach keine passende Hose für sich finden und beschloss daher einen eigenen Laden aufzumachen. Mit kleinem Sortiment begann die Geschichte des später gigantischen Konzerns. Fisher verkaufte zunächst Schallplatten und Levi’s-Jeans, das Geschäfte verlief erfolgreich, sodass Fisher nur ein Jahr später bereits den zweiten Modeladen eröffnete.

1972 war das Unternehmen mittlerweile zu einer Kette geworden und hatte zahlreiche Filialen eröffnet, doch Fisher war damit nicht zufrieden. Er beschloss unter eigenem Namen Kleidung anzubieten, der Name GAP, englisch für Lücke, war im Übrigen eine Idee der Frau von Fisher und spielt auf den Konflikt zwischen den Generationen in der Hippie-Ära an. GAP etablierte sich erfolgreich in der US-amerikanischen Modewelt und ging 1976 an die Börse.

Doch erst in den 90er Jahren konnte GAP sich an der Spitze etablieren. 1983 hatte Fisher die Führung des Unternehmens an den Handelsexperten Millard Drexler abgegeben, welcher das Konzept der Marke GAP generalüberholte. Bunte 70er Jahre Mode wich schlichten T-Shirts und Chino-Hosen. Noch im selben Jahr sorgte Drexler für die Übernahme des heutigen Aushängeschilds von GAP, Banana Republic. Der amerikanische Markt genügte dem Geschäftsführer Drexler allerdings nicht und die Expansion nach Europa begann, 1987 eröffnete der GAP-Laden in Europa in London. Doch speziell in Deutschland konnte GAP kaum Fuss fassen, der erste in Deutschland 1998 eröffnete Gap-Store musste bereits in selben Jahr schliessen.

Die Konkurenz in Europa besteht dabei vorallem aus den beiden Unternehmen H&M und Zara. Der Kundenkreis der drei ist ein ähnlicher, jedoch haben H&M und Zara um ein vielfaches größeren Erfolg. Doch GAP will sich nicht geschlagen geben und setzt von nun an auf das Franchise-Konzept. Ob dies in Europa zum Erfolg führen wird, bleibt abzuwarten.

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