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Nachfrage nach „Made in Italy“ geht drastisch zurück!

Foto: Flickr/Vintage Italy

Die italienische Mode- und Textilbranche war bis vor Kurzem noch sehr erfolgreich und beliebt. Zahlreiche Modefirmen aus Italien importierten regelmäßig nach Deutschland, wo es sogar spezielle Geschäfte gibt, welche ausschließlich italienische Mode anbieten. Dieses Geschäft boomte jahrelang. Doch nun steht „Made in Italy“ vor dem Aus!

„Made in Italy“: Starker Schrumpfkurs!
Die wirtschaftliche Lage in Italien und den anderen Exportländern hat sich drastisch verschlechtert, was sich natürlich auch auf die italienische Mode- und Textilindustrie auswirkt. Der Branchenverband Sistema Moda Italia, abgekürzt SMI, kam bei einer Hochrechnung in Zusammenarbeit mit Professor Serati, Universität LUIC, zu dem Ergebnis, dass der Umsatz im Jahre 2012 von 52,8 Millionen Euro in 2011 auf 50,5 Millionen Euro gesunken ist. Das sind unglaubliche 4,4 Prozent! Dieses Ergebnis kam zustande, nachdem zahlreiche Modefirmen befragt wurden. Diese waren sich alle in dem Punkt einig, dass die negative Entwicklung immer weiter voran schreitet. In Italien selber ist die Nachfrage um ganze 3,3 Prozent zurück gegangen. Der Export macht die einzige Ausnahme aus: Nach einigen Jahren der Zuwächse im zweistelligen Bereich stagniert dieser nun und wächst mit 0,7 Prozent auf 27,1 Milliarden Euro an. Ganz anders sieht es da leider bei den Importen aus: Diese sinken um 7,3 Prozent auf 18,8 Milliarden Euro. Daraus folgt die Verbesserung der Handelsbilanz: Im Vergleich zu 2011 stieg diese um 25,5 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro.

Auswirkungen der Flaute auf den Arbeitsmarkt
Die Mode- und Textilbranche verkleinert sich in Folge dessen unaufhaltsam. Zum Ende des Jahres hin wird es höchstwahrscheinlich 1300 Unternehmen weniger geben, was einen Rückgang von 2,5 Prozent ausmacht. Das kostet rund 16000 Menschen ihren Arbeitsplatz, also ganze 3,6 Prozent. Der SMI fordert nun niedrigere Produktionskosten und eine bessere Wirtschaftspolitik, um einen weiteren Verfall der traditionellen, italienischen Modeindustrie zu verhindern.

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