MBFW Berlin Tag 1: Manege frei für den Fashionzirkus

Marc Stone überzeugte mit einer hervorragenden Männerlinie.

Marc Stone überzeugte mit einer hervorragenden Männerlinie.

Editieren In diesem Sommer waren die Fashion Week Besucher modisch wieder etwas experimentierfreudiger.

In diesem Sommer waren die Fashion Week Besucher modisch wieder etwas experimentierfreudiger.

Bereits zum 13. Mal kehrt der Modezirkus in die Hauptstadt und bringt dabei in diesem Sommer wirklich ein paar schräge Vögel hervor. Bemängelten wir noch bei der letzten Fashion Week, dass das Publikum nicht mehr so probierfreudig sei und allesamt gleich aussah, so scheinen die Gäste im Sommer doch etwas experimentierfreudiger zu sein. Auch das Fashionzelt vorm Brandenburger Tor hat in diesem Jahr mehr zu bieten als sonst. Ein Fotoautomat von Coca Cola, in dem man sich mit lustigen Accessoires ablichten kann, Loreál mit seinem Schminkstand, Tamaris stellt Schuhe aus und sogar eine Modezeichnung kann man von sich machen lassen. Das hört sich doch schon einmal vielversprechend an, dachte ich. Hingegen der schlechten Presse vor der Fashion Week, das die großen Designer wie Escada und Hugo Boss Berlin den Rücken kehren und die Berliner Fashion Week auch sonst nicht mehr viel zu bieten hätte, freute ich mich auf das Modespektakel.

Tag 1
Mit kräftigen Farben machte der Designer Hien Le einen leuchtenden Anfang, passend zum sonnigen Wetter. Lena Hoschek blieb gewohnt verspielt und lehnte sich an den 50er und 60er Jahren an. Zu ihrer Show kamen wie immer ihre treuen Anhängerinnen Mirja du Mont und Ruth Moschner. Dann ging die Designerin Rebekka Rúetz an den Start. Bei ihrer diesjährige Kollektion setzte die Designerin auf Abstufungen, das heißt, kurz wurde über lang und lang über kurz getragen. Bei den Materialien entschied man sich für feinste Seide, Strick und Lederimitate. Als harten Kontrast setzte sie bei den Models auf schwarzen Lippenstift und schwarze Gesichtsaufkleber. Sopopular zeigte seine Männerkollektion im Stage-Bereich. Auch wenn die Männer nett anzuschauen waren, so hat diese Art der Fashionpräsentation noch nicht wirklich anklang bei den Besuchern gefunden.

Sopopular zeigte seine Männerkollektion im Stage-Bereich.

Sopopular zeigte seine Männerkollektion im Stage-Bereich.

Zur nächsten Show, die von Marc Stone, gab es endlich einmal etwas aufruhe am roten Teppich, hatten sich doch Boris Becker und Frau Lilly angekündigt. Die Fotografen warteten allerdings, erst einmal, vergeblich. Einzig und allein Moderator Jochen Schropp, in einem Hemd seines Lieblingsdesigners, und Let´s Dance-Gewinner Manuel Cortez huschten über den roten Teppich. Die Show des Designers überzeugte das Publikum allerdings voll und ganz. Nach der Show kamen Boris Becker und Lilly dann im Fashionzelt an, verschwanden nach einem Foto aber auch schon in die Lounge. Ein paar Shows folgten noch, doch das Highlight des Tages war die Show von Kilian Kerner am Abend. Dieser entschied sich bei der musikalischen Untermalung seiner Show erneut für Mads Langer. Bereits zum elften Mal zeigte Kerner am Dienstagabend seine Kollektion im Zelt. Das hat vor ihm noch kein Berliner Designer geschafft und wahrscheinlich hat es ihm damals auch keiner so richtig zugetraut. Um so größer der Druck für den kleinen, zierlichen Mann. Immer wieder etwas völlig Neues kreieren – undenkbar? Nicht für Kerner. In seiner neuen Kollektion zeigt er Männer in Sakkos, dazu kurze Hosen und unterliegende Radlerhosen. Frauen in Kleidern – Glitzer über Glitzer, alles präsentiert mit Nike-Schuhen. Bei mehreren Teilen fiel schon während der Präsentation Applaus. Eine gelungene Show für die sich Kilian am Ende, wie immer, zu Recht feiern ließ. Das fanden auch Promis wie unter anderem Franziska Knuppe und Jay Khan, die zur Show kamen.

 

Franziska Knuppe sah wie immer bezaubernd aus.

Franziska Knuppe sah wie immer bezaubernd aus.

Abseits des Zeltes
Die Fashion Week findet längst nicht mehr nur im Zelt statt. Unzählige Off-Locations und Messen füllen die Stadt in diesen Tagen ebenso. Und das Gefühl, dass die Shows abseits des Zeltes immer beliebter werden, lässt nicht nach. Auch wenn viele Shows im Zelt so gut besucht waren, dass Gäste stehen mussten, so ließ der Promiauflauf am roten Teppich vergeblich auf sich warten und die Fotografen hatten eher Langeweile als Stress. Ein Zeichen für das Ende der Berliner Fashion Week? Die Promis meinen nein. Gerade das immer mehr junge Designer anstatt Bekannte die Fashion Week füllen, sei toll und passe genau zum Berliner Image. So bekommen die, die es brauchen, eine Chance sich zu präsentieren. Wir sind gespannt auf die nächsten Tage…

 

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