Faszinierende Kleider im Film „Anna Karenina“

Die Literaturverfilmung „Anna Karenina“, die am 6. Dezember in deutschen Kinos anlaufen wird, ist zweifellos etwas fürs Herz. Doch ist sie nicht minder etwas fürs Auge – dafür sorgt die zweifach oscarnominierte Kostümdesignerin Jacqueline Durran, die nun zum dritten Mal mit dem englischen Regisseur Joe Wright zusammenarbeitet.

Ein gewagter Stil-Mix: Fünfzigerjahre treffen auf Zarenreich
Doch anstatt sich wie andere Filmemacher auf das bewährte Repertoire der Zarenmode zu verlassen, wie sie im Russland des 19. Jahrhunderts getragen wurde, vertraut Wright dem innovativen Talent von Durran, die sich für „Anna Karenina“ sowohl von klassischer Fünfzigerjahre-Mode als auch von historisch akkuraten Kleidermodellen inspirieren ließ.  Diors kühl-romantische Schnitte, Stoffe und Farben harmonieren überraschend gut mit den schweren, opulenten Kleidern des russischen Adels.

Spotlight auf Kleid und Trägerin: Durrans modische Kreationen in Idealbesetzung
Nur wenige können Samt und Seide, Spitze und Reifrock mit soviel natürlicher Eleganz tragen wie die Britin Keira Knightley, die hier erneut von Joe Wright als Hauptdarstellerin besetzt worden ist. Während die strengen, schneidigen Anzüge des Filmgatten Jude Law (39) Zeitkolorit einfangen, ziehen die Frauen im Film in aufsehenerrengenden Pelzmänteln und -hüten, aber auch in zartem Brokat und ausgefallenen Seidenkleidern die Aufmerksamkeit auf sich – allen voran Keira Knightley (27) als Anna Karenina, die Protagonistin in Tolstois Klassiker.

Spätestens seit das smaragdgrüne Kleid aus dem Film „Abbitte“ in die Modegeschichte eingegangen ist, weiß nicht nur die Filmwelt, dass Keira diese Unikate historischer Crossover-Kleidung ungemein gut zu Gesicht stehen. Mit ihrer zierlichen, hochgewachsenen Gestalt und ihren klassischen, ausdrucksstarken Gesichtszügen ist sie einmal mehr die Königin des bereits jetzt preisverdächtigen Kostümfilms.

No Comments Yet

Leave a Reply

Your email address will not be published.