Der „Red Carpet Diktator“ bei den Oscars 2012!

Im Vorfeld wurde es dem Borat-Schauspieler Sacha Baron-Cohen verboten, an den Oscars teilzunehmen. Der berüchtigte britische Komiker hatte angekündigt mit einem Diktatoren-Kostüm für seine neue Kömodie „Red Carpet Diktator“ zu werben, diese Vorstellung sorgte anscheinend bei den Veranstaltern für Unbehagen. Man wolle nicht, dass Baron-Cohen den Glamour des Ereignisses mit seinem Auftritt verdeckt. Diese Sorge hatte seine Berechtigung, wie sich später zeigen würde.

Moderator wurde Opfer des Komikers

Diesmal musste der amerikanische Moderator Ryan Seacrest für einen bizarren Scherz herhalten. Von zwei jungen Frauen in militärischer Aufmachung begleitet und in den Händen eine güldene Urne mit einem Aufdruck des ehemaligen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il bot Baron-Cohen, dem roten Teppich und seinen Gästen einen denkwürdigen Anblick. Im folgenden Interview verriet der Komödiant dann auch, was es mit der Urne auf sich hat. Für den nordkoreanischen Diktator, einem alten Freund Baron-Cohens, sei es immer ein herzliches Anliegen gewesen, nach dem Tode über den Roten Teppich und den Brüsten Halle Berrys verstreut zu werden. Daraufhin verschüttete der Brite die Asche über den Anzug des Moderators. Nach wenigen Sekunden wurde er von der Security aus der Sichtweite der Kameras gezogen. Der unglückliche Journalist nahm die Attacke auf seinen Anzug jedoch mit Gelassenheit und twitterte nach den Oscars, dass er auf seine Mutter hätte hören sollen, die ihm immer geraten habe bei den Academy Awards zwei Anzüge parat zu haben.

Grenzwertige Satire

Dieser Auftritt ist für Baron-Cohen typisch und kann in einer Reihe mit anderen Eskapaden und bizarren Auftritten gestellt werden, an ihrer Zahl nicht wenige. Man erinnere sich an Filme wie Borat, Brüno oder Ali G., welche von Konservativen wohl als geschmacklos empfunden werden. Auf die Frage hin, wer das Kostüm entworfen hat, antwortete Brite jüdischer Herkunft, es sei der Designer John Galliano gewesen, der zuvor wegen antisemitischer Äußerungen von Dior gefeuert wurde. Ein weiteres Markenzeichen Cohens, der sich wiederholt in seinen Rollen auf satirische Weise über den latenten Antisemitismus in gewissen Kreisen und Kulturen aufmerksam zu machen versucht.

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