Verkaufsverbot für Tierversuchs-Kosmetik

Foto:  Stephanie Hofschläger / peta.de

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Es ist ein Erfolg zu vermelden, der zum Einen Schutz für den Verbraucher und zum Anderen eine Weiterentwicklung in der Wissenschaft zu verbuchen hat. Denn seit dem 11. März 2013 tritt das Gesetzt in Kraft, welches verbietet an Tieren getestete Kosmetikinhaltsstoffe zu verkaufen. Jedes internationale Unternehmen, das seine Körperpflegeprodukte in der EU vermarkten möchte, muss künftig von Tierversuchen absehen. Und dies sowohl für die Endprodukte, als auch ihrer Inhaltsstoffe.

Nachvollziehbar erscheint, dass die meisten Kosmetikhersteller nicht auf den großen europäischen Markt verzichten möchten. Deswegen entschieden sie in fortschrittliche, tierfreie Testverfahren zu investieren – nicht nur, um Tierleben zu retten, sondern auch, um einen höheren Schutz für den Verbraucher zu gewährleisten. Hierzu einen Kommentar von PETA: „Wir von PETA, die wir uns weltweit für die Entwicklung tierfreier Testmethoden einsetzen, danken den Menschen in Europa und dem Europäischen Parlament und fordern den Rest der Welt dazu auf, dem leuchtenden Beispiel der EU zu folgen.“

Das EU-Verbot verstärkt somit die Auffassung der Öffentlichkeit, dass das Wohl der Tiere wichtiger ist, als ein Kosmetikprodukt. Denn Viele wissen bis heute nicht, dass für Kosmetika-Versuche Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse, Ratten und andere Tiere in kleinen, kahlen Käfigen gehalten werden. Und dies ist nicht genug, chemische Substanzen werden ihnen in die Augen getropft, eingeflößt oder auf geschädigte Haut aufgetragen. Das die Tiere bei solchen Prozeduren keine Schmerzmittel erhalten, sollte Jedem klar sein.

Durch das EU-Verbot führen Kosmetikhersteller nun zunehmend moderne Testmethoden ein, die tausenden Tieren die Qualen der Tierversuche ersparen, auch in Zukunft!

Um auf uns Menschen zurück zu kommen: nicht nur den Tieren wird durch tierfreie Testmethoden Leid erspart, auch uns. Da sich das Erbgut von Tieren und Menschen zum Teil erheblich unterscheiden, gelten Versuche an humanem Spendergewebe als weitaus verlässlichere Indikatoren für die Auswirkung von chemischen Substanzen. Somit lässt sich die Eintrittswahrscheinlichkeit potenzielle gesundheitsschädigende Wirkungen eines Produktes minimieren. Es können präzisere Analysen durchgeführt werden. Statt Chemikalien für Hautreizungstests in die Haut von Tieren einzureiben, lässt sich der gleiche Versuch auf menschliche (gezüchtete) Hautzellkulturen durchführen. Diese Methode ist, wie auch weitere tierfreie Testverfahren, nicht nur kostengünstiger, sondern führt zudem zu schnelleren Ergebnissen. Dies wiederum könnte zukünftig die Kosten für den Verbraucher senken.

Die EU ist übrigens in diesem Bereiche weltweit ein Vorreiter. Wie im Fall USA, erklärte im Gespräch zwischen PETA USA und dem Geschäftsführer eines Kosmetikherstellers, dass die Kosmetikindustrie nur deshalb an der gewohnten Praxis festhält, weil diese Tierversuche so schon immer durchgeführt wurden und die Unternehmen es sich nicht vorstellen können, neue effektivere Verfahren anzuwenden.

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