Unser Kleiderschrank: eine Hassliebe

Welche Frau kennt nicht dieses wohlige Gefühl, während man vor oder in seinem Kleiderschrank steht. Dort, wo das Raum – Zeit – Kontinuum aus den Fugen gerät. Auf kleinstem Raum, werden die größten Mengen an Schuhen, Kleidern, Pullovern und Hose mit einem Fingerschnipp verstaut. Manches Mal will man sich „nur eben schnell“ etwas anderes anziehen und im Handumdrehen sind Stunden vergangen. Falls Ihnen dies Gefühl bekannt vor kommt, haben sie a) einen xxl-Kleidersaal – Pardon – Kleiderschrank á la Carrie Bradshaw oder b) den Überblick verloren. Ich tippe einfach mal auf Letzteres. Es muss also etwas getan werden! Bevor Sie über die neuste Sommerkollektion nachdenken, sollten sie ihrem Kleiderschrank vorher einen Frühjahrsputz gönnen. Anhand ein paar einfacher Tipps und Anhaltspunkte, wird Ihnen dieses auch gelingen – versprochen!

Runde 1: Das Ausmisten

1. Genügend Zeit einplanen: je nach Größe und Fülle Ihres Schranks sollten sie mit 2 bis 3 Stunden rechnen. Lieber zu viel Zeit einplanen, als zu wenig. Denn wehe Sie finden sich später halb fertig in einem Berg voller Kleidung sitzend und sagend „Morgen mache ich den Rest!“, denn mal ehrlich, wir alle wissen, wie das enden wird.

2. Immer schön der Reihe nach: Egal ob von links nach rechts oder von oben nach unten. Wichtig nur, niemals in der Mitte starten. Sie verlieren sonst schneller den Überblick, als Ihnen lieb ist.

3. Alle Kleidungsstücke, die sie mit „zu groß“, „zu klein“ oder „gefällt mir nicht“ betiteln können: Weg damit! Spenden Sie diese für einen guten Zweck oder verkaufen Sie sie. Ja nicht melancholisch werden und Kleider aufbewahren, weil Sie vor Jahren ein tolles Erlebnis damit hatten. Wenn es da nach gehen würde, schaffen wir niemals genügend Platz im Schrank.

4. Intensiv getragene Kleidung muss irgendwann aussortiert werden, auch wenn es unsere Lieblingsstücke waren. Seid ehrlich und stellt euch die Frage: „Wie gut sieht dieses Shirt wirklich aus, obwohl es verwaschen, ausgetragen und ramponiert ist?“

5. Finger weg, während des Ausmist-Wahns, von Vintagestücken oder Designerkleidung. Diese können oftmals mit wenig Aufwand in ihre ursprüngliche Forme gebracht werden.

Wenn Sie die erste Runde überstanden haben, können Sie sich stolz auf die Schulter klopfen und durchatmen, bevor es in Runde 2 übergeht.

Runde 2: Das Einsortieren

1. „Organisation“ lautet hier das Stichwort. Egal ob nach „Art“ oder „Farbe“ geordnet. Das liegt in Ihrer Hand. Falls Sie es gerne etwas individueller hätten, wie wäre es, wenn sie sich komplette Outfits bereits auf einem Kleiderbügel zusammenstellen und in den Schrank hängen?

2. Vorsicht beim Übereinanderstapeln. Oft wird dadurch mehr Chaos geschaffen, als bekämpft. Besser wäre es, mehrere kleine Stapel nebeneinander anzuordnen. Ansonsten droht die Gefahr in Hektik das „Wühlen“ anzufangen und somit wäre die Arbeit umsonst gewesen.

3. Um seine Schuhe möglichst effektiv auf kleinem Raum unter zu bekommen: stellen sie die Schuhe seitenverkehrt übereinander. Das heißt, Hacke zu Spitze und anders herum.

4. Selten benötigte Dinge, wie Reisetaschen oder ähnliches, auf dem Schrank oder unter dem Bett verstauen. Den erlangten Platz können wir sinnvoller nutzen!

5. Kleine lose Teile, wie beispielsweise Gürtel, an die Wand hängen oder über den Harken des Kleiderbügels hängen. Socken lassen sich ideal in schönen Boxen verstauen.

Bild: HBO aus dem Film Sex and the City

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