Lagerfeld: Homo-Ehe bei Chanel

Großes Finale: Chanel Schau

foto: flickr/derekblasberg

Ich gebe es zu, der Titel des Artikels könnte schnell missverstanden werden, aber Karl Lagerfeld (79) sorgte abermals für Schlagzeilen. Dass er gerne politische Botschaften hinter seinen Kreationen versteckt, ist kein Geheimnis. Dieses Mal jedoch war die Message mehr als offensichtlich.
Zum Ende seiner Haute Couture Schau von Chanel schickte er zwei weibliche Models im Brautkleid, samt Kind, über den Laufsteg. Damit setzte sich der Designer für die „Homo-Ehe“ ein oder wie es seit Wochen in Frankreich heißt die „Ehe für Alle“. Nicht schlecht, Herr Lagerfeld!

Die Ehe für gleichgeschlechtliche Beziehung, welche die sozialistische Regierung in Paris einführen will, sorgt schon seit Wochen für Aufruhe, Kritik und große Demonstrationen. Gegner sehen solch eine Legalisierung als eine Gefährdung von Traditionen an. Nach seiner Schau äußerte sich Karl Lagerfeld kurz und knapp mit folgenden Worten: „War das nicht schön?“. Er machte sein Statement deutlich, dass er gleichgeschlechtliche Ehen unterstütze und betonte, warum es nicht Allen möglich sein sollte, heiraten zu können? Was das Baby auf „Bestellung“ anginge, ist sich der deutsche Modezar allerdings weniger sicher. Die Schau hingegen bezeichnete er als sehr melancholisch, romantisch und dramatisch.

Das einprägsamste Bild der Haute Couture Schau war ganz klar das abschließende Brautpaar. Dabei sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass Chanel auch sonst voller neuer Ideen steckte. Angefangen mit der Dekoration im „Grand Palais“, die eine von Bäumen umgebene Theaterbühne am Strand darstellte.
Die Mode glänzte im Gothiklook mit viel Spitze, Blumen und Federn – dramatisch und teilweise dekadent. Einige Models gleichten gefallenen Engeln. Sie hatten schwarz geschminkte Augen, zerzaustes Haar und trugen weiße Federroben.

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