Dior: Raf Simons Nachfolger von John Galliano

Raf Simons
Foto: Dior

Der belgische Designer Raf Simons (44) wurde nach einem langwierigen Prozess nun zum Nachfolger von John Galliano (52) ernannt. Das Modehaus ‚Christian Dior‘ entließ Galliano im vergangenem Jahr, nachdem er während einer Auseinandersetzung in einem Pariser Café bei antisemitischen Pöbeleien aufgenommen worden war.


Mode muss tragbar sein
Raf Simmons möchte aus den ‚Dior‘-Kollektionen wieder Mode machen, die weniger theatralisch und extravagant, aber dafür tragbar sind.
So wurde der Debütauftritt des Designers für das französische Modehaus mit der Frühjahr/Sommer-Kollektion 2013 von den Kritikern in den höchsten Tönen gelobt und die Experten feierten seine Werke mit den klaren Linien und den exakten Schnitten als Rückkehr zur Form nach Gallianos auffällig gezwungenen Kreationen.
Im Interview mit der britischen ‚Vogue‘ erklärte Raf Simons: „Wir sind seit vielen Jahren im Modebusiness tätig, wie auch die meisten anderen Leute, die in einer Präsentation sitzen, aber es gibt viel mehr Leute da draußen – Kids und noch viele mehr. Sie haben keine Ahnung. Sie wissen nicht, wer Christian Dior ist. Für sie ist es Galliano. Ich verstehe das sehr gut, aber meiner Meinung nach ist es das Wichtigste, wenn es sich eben nicht darum dreht. Es war noch nie so theatralisch, unrealistisch, nicht tragbar. Nein. Niemals. Diors letzter Wunsch war, dass das Publikum seine Kreationen tragen sollte. Ich will sie auf der Straße tragen. Wenn es keine Verbindung zur Außenwelt mehr hat, dann ist es zu theatralisch für mich.“

Ziel: Der Wiedererkennungswert von ‚Dior‘
Viele befürchteten, mit der Entscheidung Raf Simons als Chefdesigner für das Haus ‚Dior‘ an Bord zu holen, dass der Stil des Designers zu minimalistisch für das Modehaus sein könnte. Doch ‚Diors‘ neuer Kreativchef hat mit seiner Debütkollektion das Gegenteil bewiesen und will einen Wandel bei dem Luxuslabel herbeiführen: Zurück zu den Wurzeln von Christian Dior und weg von der dramatischen Ästhetik John Gallianos.

J’adore Dior

„Ich möchte, dass sie es auf der Straße tragen. Wenn es sich nicht auf das da draußen bezieht, ist es für mich einfach nur sehr theaterhaft“, so Simons über seine Pläne. Der 44-jährige möchte aber noch darüber hinaus gehen und einen „Code“ für die Marke schaffen – den Wiedererkennungswert.
Das beste Beispiel für das Vorhaben ist aus seiner Sicht das Konkurrenzhaus ‚Chanel‘: „Die ‚Chanel‘-Frau? Die brauche ich nicht mal zu sehen, ich rieche sie schon, wenn sie noch um die Ecke ist. Eine ‚Dior‘-Frau erkenne ich dagegen nicht. Daran will ich schnell arbeiten“, stellt der Belgier fest, der im Jahr 1995 seine erste eigene Kollektion veröffentlichte. „Chanel hat die Zweiteiler mit Taschen, oder die Bouclés. Aber was hat Dior heutzutage? Das ist schwer auszumachen.“
Abschließend erklärte Raf Simons, dass er das Luxuslabel ‚Chanel‘ sehr bewundere und hoffe, ‚Christian Dior‘ zu einer vergleichbaren Anerkennung zu verhelfen.

 

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